Hautkrebsrisiko am Strand von Mallorca 2005

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TV-Fernsehbericht über Hautkrebsrisiko am Strand von Mallorca 2005, PRO7 - taff

Dauer: 4:52 min
Größe: 11,3 MB
Format: wmv
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Reporterin: „Plötzlich und aus heiterem Himmel, so war es auch bei Sabine, 27 Jahre alt, und vor 5 Jahren bekam sie die ganz schlechte Nachricht: Diagnose Hautkrebs. Jetzt versucht sie, andere Menschen zu warnen, und geht dorthin, wo die meisten potentiellen Opfer sind: an den Strand von Mallorca.“

Schwarzer Hautkrebs, er ist sehr aggressiv und kann zum Tode führen, jährlich erkranken rund 150.000 Deutsche an der bösartigen Tumorart, rund zweitausend Menschen sterben. Hauptrisiko: intensive Sonneneinstrahlung. Unwissenheit oder Gleichgültigkeit?

Sabine erkrankte an Hautkrebs. Seitdem sind 5 Jahre vergangen.

Sabine: „Wenn man sich viele Urlauber anschaut, es gibt sehr viele die sehr hell sind, und viele die jetzt zur Mittagszeit am Strand schon extrem gerötet sind, die sich aber nach wie vor in der Sonne „braten". Also das kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Es geht so schnell. Man denkt immer, man selbst sei nicht betroffen. Das es anders sein kann, habe ich selbst erfahren müssen.“

Eine Narbe am Oberschenkel erinnert Sabine an die Entfernung ihres bösartigen Muttermals.

Sabine (zu hellhäutigen Touristen): „Euch ist klar, dass es gerade für Euch vom Hauttyp her extrem gefährlich ist?“
Tourist: „Ja ich gehe auch gleich ins Wasser und ziehe danach mein Hemd wieder an.“
Sabine: „Und du cremst dich gleich mit ganz hohen Sonnenschutzfaktor ein!“
Tourist: „So sieht es aus, nett dass sie so besorgt um meine Gesundheit sind.“
Sabine: „Ich kenne das, weil ich selber mal Hautkrebs hatte und damit nicht zu spaßen ist.“
Tourist: „Du siehst aber nicht so aus.“
Sabine: „Gerade zur Mittagszeit hier zu liegen ist sehr gefährlich.“

Eine Tatsache, die diesen deutschen Urlauber wenig zu stören scheint.

Sabine: „Aber man kann ja schon sehr schnell Hautkrebs kriegen, ich sage das, weil ich selber schon Hautkrebs hatte, und ich dieses leichtsinnige Bräunen mit anderen Augen sehe.“

Auch viele dieser Männer scheinen keine Angst vor Hautkrebs zu haben, ihr Freund nimmt sie sogar in Schutz: „Das muss doch jeder selber wissen, sie sind doch alle alt genug"

Für Sabine sind die Aussagen unverständlich: „Ich denke, dass sie über kurz oder lang auch beim Hautarzt landen werden, mit der gleichen Diagnose wie ich, und das ist eigentlich schade, wenn man so leicht vorbeugen kann.“

Auch Dr. Darius Alamouti hat bei seinen Aufklärungsversuchen wenig Glück: „Warum denken Sie, sind Sie so rot?“
Tourist: „Weil ich mich nicht eincreme."
Dr. Alamouti: „Warum cremen Sie sich denn nicht ein? Keine Zeit oder keine Lust? Sie cremen sich wirklich gar nicht ein? Aber Sie sehen doch hier überall Sonnenbrände (zeigt auf betroffene Hautpartien) und sie wissen das sie nach mehrmaligen Sonnenbränden, irgendwann Krebs bekommen?“
Tourist: „Ja ich weiß, ich habe mich einmal auf Jamaika verbrannt, da war die Haut ganz rot.“

Dennoch bleibt er in der Sonne sitzen.

Bei der Krebsfrüherkennung ist vor allem eins wichtig; die regelmäßige Kontrolle der Muttermale.

Dr. Alamouti: „Sie haben bis jetzt Glück gehabt, jedoch sollten Sie es nicht übertreiben, denn wenn ein Körper so viele Muttermale hat wie Ihrer, sagt der Körper ganz klar, dass er zuviel hat“

Dr. Alamouti zeigt auf betroffene Rückenpartie eines anderen Touristen und sagt: „Es ist leicht gerötet, man sieht unterschiedliche Pigmente, verschiedene Braun- bis Schwarztöne und auch wieder diese kleinen Füßlein am Muttermal“

Sabine gilt heute als geheilt, dennoch muss sie regelmäßig zur Nachkontrolle. Sie hat aus ihren Fehlern gelernt: „Die Leute denken ja, wenn Sie im Urlaub sind, müssen sie soviel Sonne wie möglich abkriegen, damit man das auch sieht, im Schatten wird man jedoch genauso braun, und das noch gesünder.“

Dr. Alamouti sagt zum zu Touristen: „Hätten Sie gedacht, dass so eine junge Frau schon Hautkrebs hat? Das ist keine schöne Sache in den nächsten Monaten und Jahren, man macht sich da schon Sorgen, das will keiner.“
Tourist: „Wie Sie schon sagten, da bin ich nicht von ausgegangen, dass so eine junge Frau schon Hautkrebs hat, ich dachte, dass bekommen nur alte Menschen.“

Hautkrebs, eine Erkrankung die jeden treffen kann, vor allem durch zuviel Sonne.

Eine Gefahr, vor der Darius Alamouti die Menschen warnen will:

„Kein Arzt will, dass man kalkweiß durch die Welt läuft, aber wir wollen auch nicht, dass sie wie Bratpflaumen durch die Welt laufen. Das schöne Mittelmaß muss es sein. Man ist dann trotzdem noch attraktiv, man hat eine gesunde Bräune und das reicht auch.“

Ein gemäßigtes Sonnenbad kann gewiss nicht schaden, aber vermeiden sie unbedingt die Mittagssonne, um tödliche Folgen wie Hautkrebs zu vermeiden.

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Privatpraxis Dr. med. Darius Alamouti