Einer Nebenhodenentzündung (med.: Epididymitis) liegt in den meisten Fällen eine Harnwegsinfektion oder eine Prostataentzündung zu Grunde. Man unterscheidet zwei Arten einer Nebenhodenentzündung:
Bei der akuten Epididymitis verspürt man starke Schmerzen im Umfeld des entzündeten Hodensacks. Dieser Schmerz kann sich bis in die Leistengegend und den Unterbauch ausdehnen. Weitere Symptome wären:
Als chronische Epididymitis wird meist der Folge- oder Endzustand einer akuten Nebenhodenentzündung bezeichnet, der Hoden ist noch leicht druckempfindlich.
Bei einer akuten Epididymitis wird der Hoden
gekühlt und hoch gelagert. Weiter wird Antibiotika verschrieben. Die
Entzündung kann bis zu 10 Tagen andauern, nach ca. 6 Wochen fühlt
sich der Hoden wieder ganz normal an.
Handelt es sich um eine chronische
Epididymitis kommt oft ein Suspensorium zum Einsatz. Ein Suspensorium ist eine
Tragevorrichtung zur Hochlagerung des Hodens.
In manchen Fällen kann es bei einer starken Entzündung zu Abszessen kommen, welche operativ entfernt werden. Oft reicht es nur den Nebenhoden zu entfernen, in schlimmen Fällen wird der gesamte Hoden entfernt.
Hodenentzündung / Orchitis
© Dr. med. Darius Alamouti
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