Subkutane SchweißdrüsenabsaugungViele Menschen leiden unter der Neigung zum übermäßigen Schwitzen insbesondere im Achselbereich. Dies bezeichnet man auch als axilläre Hyperhidrose. Die Weiterentwicklung und Verfeinerung der Technik des Absaugens von Schweißdrüsen in diesem Bereich bringt Patientinnen und Patienten große Erleichterung. An der Haranni-Clinic arbeitet die ästhetische Abteilung unter der Leitung von Herrn Dr. med. Darius Alamouti seit längerem mit dieser neuen Methode.
Die sogenannte Suctionscürrettage bei der die Schweißdrüsen im Achselbereich abgesaugt werden, wird erst seit wenigen Jahren nur in einzelnen Zentren durchgeführt. Die bisher durchgeführte Operationstechnik mittels einer scharfen gynäkologischen Cürette zeigte immer wieder Komplikationen oder relativ hohe Rezidivraten, so dass es wieder zu einem erneuten Eingriff kam. Auch die Verwendung von Kanülen, wie sie zur Fettabsaugung benutzt werden, offenbarten Schwierigkeiten bei dieser Operation. Durch das Verfeinern und Entwickeln der Technik und das Einführen neuer Spezialkanülen konnte die Rezidivrate deutlich gesenkt werden. Die möglichen Komplikationen sind minimal und zeigen sich beispielsweise als kleine Hämatome und Verhärtungen im Achselbereich, die sich jedoch nach kurzer Zeit zurückbilden. Der minmal-invasive Eingriff wird in sogenannter Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt und ist daher eine ambulante Operation. Da die Kanülen nur einen Durchmesser von ca. 3 mm haben, benötigt man nur kleine Schnitte unter- und oberhalb der Achselhöhle als Zugang zum Operationsgebiet.
Anschließend werden die Schweißdrüsen
nach Aufweichung des Gewebes durch die Tumeszenzlösung abgesaugt. Die
kleinen operativen Zugänge werden mit Klammerpflaster verschlossen sowie
ein Druckverband angelegt. Die nachoperative Schwellung bildet sich nach
wenigen Tagen zurück. Ein Antibiotikum muss als Infektionsvorbeugung
über ca. 3 Tage eingenommen werden. In der Regel können die
Patientinnen und Patienten direkt nach dem Eingriff wieder am Alltagsleben
teilnehmen. Es sind uns auch Patienten bekannt, die direkt vom Krankenhaus aus
wieder zur Arbeit gegangen sind.
Empfehlenswert ist es jedoch wenigstens 1 oder 2 Tage nach der Operation freizunehmen, auch um eventuell erforderliche Kontrolluntersuchungen durchführen zu können. Die Achselhöhle ist prinzipiell direkt nach der Operation quasi trocken, die Schweißdrüsen sind ja bereits abgesaugt. Die abgesaugten Schweißdrüsen können sich nicht mehr erneuern. Es kommt auch nicht zu einer kompensatorischen Schweißübersekretion an anderen Körperstellen.
Lediglich die nervale Versorgung von noch verbliebenen Schweißdrüsen kann sich wieder regenerieren, so dass es im Laufe der Zeit zu einer leichten Schweißdrüsensekretion wieder kommen kann, die jedoch dann nur sehr geringgradig ausfallen kann und das Fehlen der axillären Schweißdrüsen stellt für den Körper kein Problem da, da sie nur ein Teil der gesamten Schweißdrüsentätigkeit des Körpers darstellt.
Die Kosten betragen 1336,80 Euro.
Bisher ist diese Operationsmethode nur im Bereich der
Achselhöhle anwendbar, nicht im Bereich der Füße, der Kopfhaut
oder der Stirn. Im Vergleich zu den bisherigen Therapiemöglichkeiten der
axillären Hyperhidrose bildet diese neue Form der Suctionscürrettage
allerdings enorme Vorteile. Auch im Vergleich zu einer radikalen Exzision, bei
der die Achselhaut komplett herausgeschnitten wird und bei der nach dem
Eingriff eine große Narbe zurückbleibt, sind die Vorteile deutlich.
Auch eine Therapie mit Botulinumtoxin, die wir auch durchführen ist möglich, allerdings hält die Wirkung nur ca. max. 8 Monate an, so dass die Behandlung wiederholt werden muss. Allein durch das Erfordernis der Wiederholung, sind hier die Gesamtkosten auf weitere Sicht deutlich höher.
© Dr. med. Darius Alamouti
— www.dariusalamouti.de — www.schönheitslexikon.de —